DKW SB 350 Kupplungsprobleme

  • Hi,

    ich habe bei meiner SB 350 Bj.37 ein Problem mit der Kupplung.

    Ich muss, um sie antreten zu können die Stellschraube des Kupplungszugs lockern, weil die Kupplung beim treten sonst durchrutscht und der Motor nicht richtig dreht.

    Wenn ich fahren möchte, muss ich die Stellschraube immer wieder fester drehen und der Zugweg reicht trotzdem nicht aus um die Kupplung vollständig zu betätigen, somit schleift sie beim fahren mit und die Gänge gehen schwer rein und raus..

    Hat jemand eine Idee wie ich das Problem lösen kann ?


    Gruss Johannes

  • Moin Johannes,

    mit der Beschreibung komme ich nicht so ganz klar.

    Was meinst Du mit "die Stellschraube des Kupplungszugs lockern"? Vergrößerst Du den Leerweg am Handhebel oder umgekehrt? An der Einstellschraube unten am Kupplungsdeckel oder hast Du auch eine am Handhebel?

    Normalerweise funktioniert die Kupplung der SBs gut, das Problem mit dem Durchrutschen beim Antreten tritt normalerweise nur auf, wenn die Kupplungskorken verschlissen oder die Federn lahm sind (vorausgesetzt, es sind alles Originalteile), oder wenn ein falsches Schmiermittel drin ist.

    Also bitte noch ein paar Infos und Fotos wären gut.


    Grüße,

    Jochen

  • Hi,

    also ich spreche von der Schraube am Kupplungsdeckel, mit der ich zum antreten sozusagen den Zug lockere, also wird der Leerweg grösser, sodass kein Druck mehr auf die Kupplung kommt.

    Die Kupplung inklusive Federn ist komplett erneuert worden.

    Ich habe jetzt bei vielen SB Modellen einen Fusskupplungshebel gesehen, vielleicht werde ich es damit mal versuchen.


    Gruss Johannes

  • Morgen, wenn die Kupplung bei voll entlasteter Kupplungsbetätigung durchrutscht sind entweder die Federn erlahmt oder der falsche Schmierstoff im Getriebe.Vorrausgesetzt die Belagstärke der Lamellen ist in Ordnung. Das heisst ausbauen "freie Länge" der Federn und Lamellen (Kork) messen und mit dem originalmass vergleichen bzw ersetzen.Wenn sich die Gänge nur wechseln lassen, wenn die Betätigung verstellst gilt dasselbe. In diesem Fall "spannst Du die Federn nur vor um den Anpressdruck auf die Lamellen zu erhöhen.Das bedeutet umgekehrt, wenn Du den Kupplungshebel loslässt sind die federn immer noch minimal vorgespannt und der Anpressdruck ist zu gering. Die kupplung rutscht durch. Zum probieren kannst Du , wenn möglich während der Fahrt die Betätigung komplett entlasten und dann in einem hohen Gang beschleunigen.Die kupplung muss dann kraftschlüssig sein und darf nicht rutschen.Steigt nur die Drehzahl und nicht die Geschwindigkeit -ersetzen

  • Moin!

    Das mit dem Rein- und Rausschrauben der Einstellschraube beim Antreten verstehe ich wirklich nicht. Der Kupplungszug muss doch immer etwas Spiel haben, wenn der Hebel in Ruhestellung ist. Zum Antreten ist es völlig egal, ob wenig oder viel Spiel.

    Wer hat die Kupplung überholt? Und vor allem: wie? Neue Korken oder komplett neue Reibscheiben mit modernem Belag? Sind die Stahlscheiben noch original? Falls neue Korken: richtiges Maß und wurden die Korken nach dem Eindrücken in die Scheiben sorgfältig und genau plangeschliffen?

    Ob fuß- oder handbetätigte Kupplung, ist ganz egal. Beide müssen -wenn sie nicht gezogen/gedrückt werden- etwas Spiel haben.

    Du kannst probeweise Folgendes versuchen: Nimm die Federn mal raus und leg unter jede Feder einen gut flach gedrückten Federring unter (Unterlegscheibe geht nicht, hat zu großen Außendurchmesser). Das macht man zwar normalerweise nur, wenn die Kupplung schon älter ist, aber vielleicht bringt es ja was.

    Und: Welches Schmiermittel ist im Getriebe?


    Grüße,

    Jochen