Beiträge von moto-schrauber

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    Was genau meinst Du mit "einziehen"? Lässt Du sie einfach reinfallen, wie Du andeutest? Was passiert, wenn die stecken bleibt?

    Einziehen: Mit einem geeigneten Werkzeug (Gewindespindel) die KW in die linken Lager reinziehen.

    Wenn die Lager schön warm sind (das Gehäuse wird zum Einsetzen der Lager im Backofen gut warm gemacht) und der linke Kurbelzapfen im Durchmesser am alleruntersten Rand der Toleranz ist, lässt sich die KW manchmal in die linken Lager schieben, ohne dass das Einziehwerkzeug gebraucht wird.

    ....bei meiner RT 250H ein paar mal so gemacht, dass ich das innere linke Lager, zusammen mit der Membranscheibe, als erstes auf dem linken Kurbelwellenstumpf montiert habe und dann die Kurbelwelle in die erwärmte linke Gehäusehälfte habe fallen lassen. Das vorinstallierte Lager rutscht dann ganz leicht bis zum Sprengring durch. Anschließend kommen dann Distanzhülse, Simmerring und das äußere Lager rein.....

    Moin Krischan,

    nochmal die Frage: wie bekommst Du dann das linke äußere Lager rein?


    Grüße,

    Jochen

    .....Ich habe es bei meiner RT 250H ein paar mal so gemacht, dass ich das innere linke Lager, zusammen mit der Membranscheibe, als erstes auf dem linken Kurbelwellenstumpf montiert habe und dann die Kurbelwelle in die erwärmte linke Gehäusehälfte habe fallen lassen. Das vorinstallierte Lager rutscht dann ganz leicht bis zum Sprengring durch. Anschließend kommen dann Distanzhülse, Simmerring und das äußere Lager rein.

    Moin Krischan,

    wie kriegst Du dann das äußere Lager montiert?

    Die Montagereihenfolge: Membranscheibe + Lager auf Kurbelzapfen, dann erwärmte Gehäusehälfte aufstecken, funktioniert rechts sehr gut.

    Links kann ich mir das nicht vorstellen.

    Die originale Montageanleitung von DKW ist übrigens ganz problematisch im Punkt Kurbelwelleneinbau. Wer da mit einer Presse arbeitet, hat ganz schnell die Kurbelwelle verdrückt.

    Ich ziehe die Kurbelwelle in die beiden fertig ins Gehäuse montierten Lager ein. Manchmal, wenn die Lager durch das erwärmte Gehäuse auch schön warm sind, rutscht die Kurbelwelle von allein ganz rein.


    Grüße,

    Jochen

    Moin Dieter,

    der Tipp mit den Nuten ist sehr gut. Aber entschuldige bitte, kleine Korrektur: besser eine Rundfeile verwenden.

    Und da es um eine RT 200H geht, geht die Kupplungseinstellung anders, nämlich rechts am Limadeckel. Eine Einstellschraube am Hebel wird es wohl nicht geben, wenn die originalen Armaturen noch dran sind.


    VG

    Jochen

    Meine Meinung: Viel zu teuer. Ungefähr Faktor 2.

    Meinen F94 habe ich vor drei Jahren komplett neu aufgebaut, u.a. mit wesentlich verbesserter Elektrik (Umbau auf 12V, Relais für die Scheinwerfer, überall Massekabel, kontaktlose Zündung). Natürlich schwarze Batterie wie damals. Türverkleidungen, Armaturenbrett, Hutablage komplett original in perfektem Erhaltungszustand. Polster neu mit authentischem Stoff. Originale Rückleuchten. All das ist bei dem verlinkten Angebot -soweit sichtbar- nicht der Fall.

    Insgesamt bei meinem F 94 keine Abweichung vom Originalzustand außer unsichtbaren Verbesserungen.

    Erstes Wertgutachten: 14000 €. Zweites Wertgutachten: 14500 €.

    Natürlich scheint der angebotene F 94 ein durchaus schönes Auto zu sein. Allerdings bei der Preisvorstellung voraussichtlich unverkäuflich.

    .......

    Das Objekt, das ich kaufen möchte soll ca. 6000.- Euro kosten. Kommt aus Schweden ist sehr schön restauriert, hat laut Tacho 29000 km drauf. Letzter TÜV 2014. So wie ich es beurteilen kann ist die DKW mit den Originalteilen ausgestattet.


    Was sagt ihr zu dem Preis ? Ist dieser realistisch wenn alles passt und die DKW gut läuft ?......

    Moin!

    Ohne einige Bilder und nähere Infos kann man zu dem Preis genau gar nichts sagen.

    Ich persönlich bin kein Freund der RT 350. Ich hatte selbst zwei Stück (eine als VS), aber ich trauere denen nicht nach. Was ganz Feines wäre der NZ500-Motor im Fahrgestell der RT 350..........

    Die Kurbelwelle der RT 350 kann nur als Fehlkonstruktion bezeichnet werden. Deshalb gab es schon zur Bauzeit dieses Modells mehrere Änderungen. Die ist außerdem nur eingeschränkt überholbar. Da ein mehrteiliges Spezialwerkzeug gebraucht wird, um die Kurbelwelle zu zerlegen, macht die Überholung kaum noch jemand.

    Jeder 350er vibriert, einer mehr und einer weniger, außerdem in verschiedenen Drehzahlbereichen.

    Das Getriebe ist nicht besonders gut schaltbar, eher "hakelig".

    Derzeit ist mir niemand bekannt, der die Stoßdämpfer überholen kann.

    Die Ersatzteilsituation ist äußerst problematisch. Wenig wird nachgefertigt (z.B. Auspuffanlagen, hierbei höchste Vorsicht: es gibt nur einen Hersteller, der wirklich brauchbare Schalldämpfer herstellt!!), aber Dinge wie z.B. sämtliche Getriebeteile, Haupt- und Radbremszylinder, Vergaserverkleidung, Primärkette (!!!), Stoßdämpfer, sind weder für Geld noch gute Worte zu bekommen.

    Bei dem Budget von 6000€ würde ich eine wirklich schöne 250er DKW suchen, bevorzugt eine RT 250S. Die 250/2 ist nicht so komfortabel, die 250VS ist extrem selten und die Vorderradschwinge hat ihre Tücken. Eine richtig gute 250S bekommt man für rund 5000 €, dann hat man sogar noch was übrig, um unvorhergesehene Kleinigkeiten am Motorrad zu verbessern.

    Oder alternativ eine NZ 350. Einzylinder-Motor mit der niedertourigen Charakteristik einer Dampfmaschine, Vierganggetriebe mit Fußschaltung.


    Grüße,

    Jochen

    .......

    Und noch etwas Das Vorverdichten des Gemisches funktioniert auch bei offenen Kugellagern , die Abdichtung über gekapselte Lager ist hierzu nicht notwendig.In der 30er Jahren gab es mit Sicherheit keine geschlossenen Hauptlager. Es werden Anlaufscheiben vor die lager gesetzt um die Vorverdichtung zu erhöhen,kennen wir auch von denDKW Motorrädern.

    Moin!

    Ohne Abdichtung des Kurbelgehäuses funktioniert das nicht! Es gab zwar in den 30ern eventuell noch keine geschlossenen Lager, aber natürlich wurden die Kurbelkammern von Zweitaktern abgedichtet. Bis Ende der 30er mit Filzringen (Burgmann-Dichtungen), dann kamen langsam Wellendichtringe auf.

    Die Mitteldichtungen von DKW-Zweizylindern z.B. waren verschleißfreie Labyrinth-Dichtungen.


    Grüße,

    Jochen

    Moin zusammen!

    Die unendliche Geschichte! Wenn ich nicht schon so viel Geld ausgegeben hätte für die verd..... Einzelsitze für meinen F94, und es möglich wäre, diese neu bezogenen Einzelsitze zu verkaufen (es ist definitv nicht möglich, oder vielleicht doch: für nahezu geschenkt?), würde ich das Vorhaben aufgeben und bei der Sitzbank bleiben.

    Aber scheinbar muss ich da durch.......

    Also: Es hat sich inzwischen herausgestellt, dass ich für den Beifahrersitz keine passende Schiene mit Verstellung habe. Bei dem Sitz, den ich habe, befindet sich die Verstellung auf der linken Seite. Somit passt keine der Schienen, die ich habe.

    Das Bild der Sitzunterseite zeigt den Beifahrersitz von unten. Es ist auch definitiv ein Beifahrersitz, denn der andere hat die asymmetrisch nach vorn kippende Lehne.

    Das Bild mit den drei Schienen zeigt diejenigen, die nicht passen.

    Ich brauche dafür eine Schiene mit dem Haltedorn auf der anderen Seite, und die Seite muss nach innen gekröpft sein. Kann mir hoffentlich jemand helfen?

    Die originalen Bilder, die weiter oben stehen, sehen alle irgendwie anders aus als die tatsächliche Einbausituation bei meinem F94: Pro Sitzschiene vorn je zwei Gewinde, hinten eines.

    Auf den originalen Bildern oben sieht es tw. so aus, als wäre die äußere Sitzschiene in sich verdreht und vorn nur mit einer Schraube befestigt.


    Mehr oder weniger verzweifelte Grüße,

    Jochen

    Moin Martin,

    hast Du Dir das WHB noch nicht besorgt? Darin ist das sehr gut und mit Bildern beschrieben. Sieh Dir das da an, das beantwortet Deine Fragen besser, als ich es hier ohne Bilder könnte.


    Grüße,

    Jochen.

    Liebe Leute,

    habe mir neulich mal ein Experiment gegönnt und für teuer Geld (100,89€) zu meinem F94 eine "Fahrzeug-Identitätsurkunde" im Audi-Online-Shop bestellt, obwohl aus der Beschreibung im Shop nicht hervorgeht, was genau im Lieferumfang ist.

    Die Mappe kam auch sehr schnell und enthält:

    - Anschreiben

    - Rechnung

    - Die eigentliche Identitätsurkunde mit folgenden Daten: Hersteller, Fg.-Nr., Modellschlüssel, Motornummer, Hubraum Leistung, Höchstgeschwindigkeit, Produktionsdatum, Auslieferungsziel, Farbe und die Gesamtstückzahl (F93 und F94 aller Baujahre zusammen).

    - Auf einem Blatt ausgedruckte technische Daten F94/F94Universal

    - Farbkopien vom Gesamtprospekt des Modelljahres

    Für mich neu war lediglich die originale Motornummer, da der originale Motor nicht mehr vorhanden ist.

    Alles andere wusste ich bereits.

    Das einzig Interessante ist also m.E. lediglich die eigentliche Identitätsurkunde. Für die Infos darauf reicht es aber, eine Kopie der Produktionslaufkarte zu bestellen, denn die Daten auf der Identitätsurkunde sind nichts anderes.

    Die technischen Daten stehen im Werkstatthandbuch und der Prospekt ist im Original auch nicht so schwierig zu finden.

    Letztlich ist die Mappe mit der "Identitätsurkunde" also m.E. deutlich zu teuer und nicht empfehlenswert.


    Grüße,

    Jochen

    Moin!

    Der Primärtrieb muss nicht unbedingt ab, um die Schaltfeder zu ersetzen. Aber sinnvoll ist es schon, denn bei der Gelegenheit sollten gleich die Lager und Wellendichtringe getauscht und die Kurbelwelle geprüft werden. Es sei denn, der Motor wurde erst kürzlich -und verlässlich!- überholt.

    Für die 250/1 ist das Werkstatthandbuch der S-Modelle verwendbar, jedenfalls für den Motor, denn das Getriebe ist gleich (bis auf wenige für die Montage unerhebliche Abweichungen). Das WHB kannst Du z.B. auf der Seite von Greiner runterladen.

    Tipp zur Kurbelwelle: Wenn man die KW am Pleuelkopf so hält, dass sie frei runterhängt hängt, und dann mit der Hand auf den Pleuelkopf schlägt, darf kein "Klack" zu hören sein. Wenn man was hört, hat das Pleuellager zu viel Spiel. Weiter prüfen kann man das Pleuellager von außen nicht, dazu muss die KW auseinander. Was aber keine große Sache ist: Halbe Stunde Arbeitszeit inklusive Rundlaufrichten nach dem Zusammenpressen.


    Grüße,

    Jochen

    Oh, das habe ich tatsächlich nicht gewusst......

    Aber Vorsicht: Das ist für die Motoren mit Stehbolzen M8!!

    Bon jour!

    Es gibt kein vorgeschriebenes Drehmoment. (Auch bei den Motorrädern ab Baujahr 1949 gibt es keine.)

    Die vier Muttern M6 werden mit Gefühl angezogen.


    Grüße nach Frankreich!

    Jochen

    ......Kurbelwelle und Pleuel sind ein Teil? Also die Pleuel direkt inkl. Lager darauf verpresst/vernietet/wie auch immer ?......

    Moin Simon,

    die Pleuel laufen auf Rollenlagern. Das sind keine Normlager, sondern spezielle Pleuellager. Bei den DKW-Motorrädern bestehen die aus Leichtmetall-Lagerkäfigen, die mit Lagerrollen bestückt sind. Beim 250er Motor z.B. Zylinderrollen 5x6, zweireihig.

    Die Bauart dürfte bei den Wagen-Kurbelwellen genauso sein. Heutzutage verwendet man bei der Instandsetzung Pleuellager aus mordernen Motoren, die es in großer Auswahl nach wie vor gibt.

    Die Kurbelwelle ist aus Einzelteilen zusammengepresst, wobei es bei den Wagen-Kurbelwellen verschiedene Versionen gibt, die nicht alle uneingeschränkt überholbar sind.


    Grüße,

    Jochen

    ....Hihi nein, mit dem echten Haarmann hab ich nix am Hut, ...., aber irgendeinen Benutzernamen braucht man ja...

    Aber doch nicht den Namen eines soziopathischen Massenmörders! Ist ja schön, dass Du das lustig findest. Ich sehe das anders.

    Ich denke, dass dieser Nutzername absolut inakzeptabel ist.

    Das ist m.E. nicht nur höchst geschmacklos, sondern wirft auf unser Forum auch ein sehr eigenartiges Licht, wenn das so bleibt.