Gegenhalter

  • Hallo Tom,


    der ist ja ganz fein, meinen muß ich andrücken, er läßt sich (momentan) nicht so hübsch klemmen. Wenn wirklich Bedarf besteht, müssen wir uns mal über die Maße abstimmen, dann (kann aber bissl dauern) mal' ich die Teile in den Rechner und wir lassen's lasern. Ob wir vorne heiß biegen oder der Einfachheit wegen die feste Krampe als Extrateil zuschneiden und anschweißen, kann man ja noch überlegen. Die nächstegelegene Laserbude ist recht teuer, Chemnitz ist billiger, aber da wäre es günstig, wir bräuchten nicht bloß ein Exemplar. Ich hab' auch noch bissl Winkeleisen rumliegen, wenn's passen sollte, käme man auch ohne Kantteile aus, dann ist's auch nicht teuer. Und wenn es wirklich bloß ein Exemplar ist, dann geht, da hat der Bastelopa recht, auch das Selbermachen. Es grüßt


    der Karl.

  • Hallo nochmal,


    Zeichnung habe ich gefunden, wenn man's genau danach machen würde, geht's schon, aber dann würde ich auf fertige Kantteile und bissl Zusammenschweißen plädieren, Zuschnitte wären dann allerdings bestimmt irgendwo zwischen 30,- und 50,- hier oben, Chemnitz müßte man fragen,


    der Karl.

  • Hi Karl,


    ich hab einen, aber ich hatte schon mehrere Anfragen im Zusammenhang mit dem Artikel „eine Getriebefrage“. Klar, selber Bauen. Aber wer hat die Zeit und die Nerven dazu ? Es war nur eine Frage, ob jemand eine Quelle oder Jemanden Kennt, der so etwas verkauft.
    Zumindest eins ist klar, das Teil ist äußerst hilfreich beim Montieren.


    Wenn du Nachfragen könntest, was diese bei einer kleinen Auflage kosten würden, dann könnten wir hier bestimmt einige davon Verkaufen. Eigentlich hatte ich hierbei aber die Hoffnung, das es Händler gibt, die diese Teile im Angebot haben....


    Egal wie, die technische Zeichnung war in der P70 Reparaturanleitung zu finden. Hier unter F8 Daten/Dokumente zu finden als PDF.


    Gruß Tom

  • Aber das mit dem selbermachen ist vielleicht sehr materialaufwendig bei den beiden Gegen Haltern für Mitnehmer und Rotor. Alles andere kannst als Abzieher kaufen oder anfertigen aus altem Freilauf Ring und Antriebswelle.
    Ich hab zum Glück alles im Original mal bekommen.
    Gruß Bastelopa

  • Hallo zusammen,


    das krieg' mer schon hin, mit Laserteilen ist das wirklich kein Problem. Wollen wir unbedingt die gewaltigen Materialstärken von 10mm haben oder sagen wir 8mm langen für den eigentlichen Schlüssel und 6mm für die Krampen. Letztere müssen ja eigentlich bloß hindern, daß der Schlüssel runterrutscht und an 6'er Blech kann man ja auch schon einen halben Panzer hängen... . Bei mir ging alles zwar straff aber gut auf, gibt es hier Fälle, wo man geradezu unheimlich rammeln muß und wie hält man in solchen Fällen dann das Getriebe auf der Werkbank, so daß mehr als 6mm doch sinnvoll wären. Wie gesagt, das ist alles möglich, nur vorher muß ich es wissen, es dankt der


    Karl.

  • Alles klar. Meinst du nicht, dass du auch mit der P70-Zeichnung ein Angebot bekommst und es nicht extra neu zeichnen musst?
    Gruß Jens

  • Hallo zusammen,


    wenn wir keine Krampen wollen, geht es ganz schnell, ich habe auch keine, aber dafür eine Öse, wo ich den Schlüssel bissl am Getriebe anhängen kann mittels Bolzen. Nur muß ich neu zeichnen, alldieweil der Datenaustausch mit Laserbuden über bestimmte Dateiformate geht und die erfahrungsgemäß sehr ungern sich in Zeichnungen reindenken und schon gar nicht umdenken und bspw. Krampen weglassen. Ganz doof wird es zumindest hierzulande, wenn dann auch noch heiß gebogene Bereiche dran sind, so "scharfkantig" geht kalt nicht, was aber die Laserbuden nur machen. Wenn wir also zu Einigkeit kämen, ob Krampen oder nicht, dann mach ich los (oder ich erfind was, was für beides geht ;-) ),


    der Karl.

  • Hi


    Super Idee mit dem Flachstahl , aber ehrlichgesagt wären mir ca 5mm an jeder Seite irgendwie Sicherer. Manchmal sind die Muttern des Mitnehmers so fest, das nur noch rohe Gewalt hilft.
    Die Krampen könnte man auch mit Schrauben befestigen oder einfach lose „draufstecken“.


    Soviel dazu.
    Aber Bastelopa hat hier gleich noch ein weiteres Problem beschrieben. Wenn wir schon beim Konstruieren von Alternativwerkzeugen sind, wäre der Abzieher des inneren Mitnehmers auch neu zu bauen. Der originale Abzieher basiert auf der Annahme, das das Gewinde noch im einwandfreiem Zustand ist. ( oft nicht ) und dann steht man vor dem Problem, wie man den Mitnehmer nun „zerstörungsfrei“ abbekommt.
    Vor etlichen Jahren hatte ich mal ein interessante Lösung Fotografiert. Das Ankerkettenprinzip.
    Ich glaube, das lässt sich relativ problemlos nachbauen....


    Gruß Tom

  • Da musst aber ne Rüstung anlegen. Die Abzieher für das 32x1,25 Gewinde gibt es bei Ebay für 29,90€.
    Ich meinte den Abgewinkelten für den Rotor. Das Gewinde da ist 60 und da gibt es Muttern in Ebay und dann ein Dreifußabzieher drauf und er geht ab

  • Hallo zusammen,


    nu wird's langsam bissl viel, aber der Reihe nach. Der Rotorgegenhalter müßte der WE9193 sein, dafür habe ich eine fertige Datei da, allerdings ist das das nackige Laserteil, was erst dann hält, wenn man hüben und drüben in der Kröpfung noch eine Rippe aus Flachstahl einschweißt, ohne verzieht sich das Teil, ich kann's aber mit anfragen, nur eine Zeichnung muß ich davon noch machen, die ist weg.
    Der Abzieher für die inneren Mitnehmer ist glaube ich ein Dauerbrenner. Um an einem sonst intakten Getriebe bspw. zum sauberen Aufpassen die Mitnehmer probehalber zu montieren und hinterher wieder abzuziehen, ist meines Erachtens ein Abzieher nach Handbuch zwingend erforderlich, anders richtet man Schaden an. Allerdings, fragt mich bitte nicht, woher die Mitnehmer stammen mögen, es gibt noch eine zweite Gewindeausführung. Ich hatte für mich fröhlich ein M32x1,25 gedreht, aber es ging um's Verrecken nicht draufzuschrauben, vielleicht zwei Gänge, dann war Schluß, auch nach dem "luftiger" drehen. Nach einigem Suchen, was denn maßlich fast identisch mit M32x1,25 ist, so daß man's verwechseln kann, bin ich auf 1 1/4" - 20 UNR gekommen, mitteleuropäisch verständlich ausgedrückt bedeutet das 60° Spitzenwinkel wie bei metrisch und ansonsten "M31,75x1,27" und das paßt absolut saugend und perfekt. Sollte also jemand Probleme haben, nicht rammeln und vielleicht das wirklich sehr zierliche und oft genug überlastete Gewinde der Mitnehmer ruinieren und das UNR-Gewinde ins Auge fassen!
    Da ich aber mehrfach gelesen habe, daß bei festsitzenden inneren Mitnehmern, insbesondere bei solchen, wo die Scheibenfeder nicht mehr spielfrei gesessen hat, die Mitnehmer quasi schon aufgeschweißt sind und entsprechend schwer abgehen, so daß mancher das Gewinde aus Abzieher oder vom Mitnehmer abgezogen hat, habe ich mir aus Baustahl eine Gabel angefertigt und einen ganz flachen Keil angefräst, das sie schön gleichmäßig wirkt, hübsch untergebaut und geschmiert und die Mitnehmer auf diese Weise abgesprengt, wenn man die Mutter bissl draufläßt, können sie auch nicht wegfliegen und die stählernen Flansche am Getriebe haben's auch nicht übel genommen. Der Baustahl ist weich und hält natürlich nicht ewig, dafür geht aber offenkundig auch nichts kaputt. Da in diesem Falle aber die Kraft über die Kugellager geht, kann man das Verfahren nur anwenden, wenn man ohnehin neue Lager einbauen will!
    Das Bild mit dem Kettenpatent oben kenne ich, es ist ja schon lange auf dem Forum. Allerdings würde ich es 1:1 nicht unbedingt umsetzen, denn ich muß dem Bastelopa recht geben mit der Ritterrüstung. Die auftretenden Kräfte sind wirklich enorm und an dieser Stelle traue ich meinen/unseren Schweißkünsten langsam nicht mehr über den Weg, weder 8.8'er Schrauben noch Ketten sind aus Baustahl oder Karosserieblech! Hier müssen die Schweißnähte alle Kräfte ohne jeden Formschluß halten und dafür gibt es eigentlich nicht umsonst alle möglichen Schweißzusatzwerkstoffe meist in Elektrodenform. Der Abzieher sieht außerdem schon alt aus, so daß man auch daran denken muß, daß dieser autogen geschweißt wurde mit Kettengliedmaterial als Zusatzwerkstoff, was vielleicht schon eher geht, aber zumindest ich (noch :-) ) nicht beherrsche. Daher also hier nochmal als Warnung: Bitte nicht einfach nachbauen, erst genau überlegen, auch wenn das Prinzip sehr gut wirkt!!!
    Ich sehe mal zu, was ich "zu Papier" bringen kann, dann melde ich mich wieder. Dreh- und Fräsbearbeitung kann ich aus Zeitgründen nur für den Eigenbedarf machen, zumindest Dreherei kann ich aber gut an eine sehr solide preiswerte Firma in der Nähe vermitteln (besonders, wenn es nicht bloß ein Stück ist) und vieles läßt sich vereinfachen (Bsp.: Originalabzieher hat 6-kant, passender Hakenschlüssel liegt rum / ist leicht zu beschaffen --> auf Umpfang mit Standbohrmaschine einige Bohrungen angebracht und geht auch ...).
    Um das Ganze jetzt nicht völlig ausufern zu lassen eine Frage an unseren Admin: Ist es möglich, eine Art "Strichliste" auf dem Forum einzuführen, wo man sich vormerken lassen kann für bekanntermaßen schwer erhältliche aber ausgesprochen nützliche Werkzeuge, am Besten unter Ihrer Nummer? Dann hätte man eine gewisse Bedarfsübersicht und vor allem sinnvolle Preise. Das Einrichten einer Maschine ist immer der gleiche Aufwand, egal, ob ein oder 20 Teile und eine übliche Maschinenstunde bei Drehen und Fräsen ist mittlerweile um die 75,-€...


    der Karl.

  • Gegenhalter für den Rotor:
    das ist mein Eigenbau
    Gegenhalter für Dynastart Foto 1.jpg
    Gegenhalter für Dynastart Foto 2.jpg


    und für den Freilauf
    Gegenhalter Freilauf.jpg


    und für die Kupplung habe ich mir auch einen gebastelt:
    Gegenhalter für Kupplung.jpg


    meine selbstgemachten Werkzeuge haben sich schon X-mal bewährt und der relativ geringe Zeitaufwand dafür hat sich auf jeden Fall gelohnt


    es sind keine Meisterstücke, aber mir genügt es so. Bin ja auch kein Werkzeugmacher, sondern war von Beruf Kaufmann.


    Rudi