Dynastart (Generator) liefert keine Spannung (DKW F7 [Vorkrieg]) 12V)

  • Hallo allerseits,


    die Gerenartorseite meines Dynastarts macht mir Kummer (F7, plusgeregelt, Vorkeig). Egal was ich mache, kommt da kein Strom raus bzw. steht da keine Spannung an.
    Die Anlasser-Seite funktioniert, der Wagen springt an, der Motor läuft (provisorische Zündung geht nur auf Batterie).

    Eine "Vorgeschichte" weil in das Auto ein vermutlich polnischer Ursus-Laderegler verbaut war (und genauso vermutlich nie funktioniert hat) dazu gibt es hier bzw. ausführlicher hier.

    Die Dynastartbeschaltung ist original, also Klemme 20 auf die Feldwicklung, anderes Ende der Feldwicklung an Masse. Klemme 20 ist mit dem festeingebauten Vorwiderstand, gemessen 5,8 Ohm an Klemme 1 ("D+") verbunden, wie original. Somit also definitiv eine Plusregelung.
    Ich habe versuchsweise den vorhandenen polnischen Laderegler angeklemmt, so wie auch von Heinz AUVC100 hier beschrieben. Auch habe ich den DDR-Regler 8102.9/1, 12V/500 W (IFA W50 usw.) getestet, wie von Jürgen / Bastelopa F8 Jürgen vorgeschlagen - ohne Erfolg (Regler DF an 20, Regler D+ an 1 = Regler 61 an Minus Prüflame, Regler 51 an Batterie Pluspol), Gehäuse an Masse).

    Eine Prüflampe (praktisch die Ladekontrollampe am Armaturenbrett) ist angeschlossen an Plus Batterie ("Zündung ein", wäre heutzutage Klemme 15) sowie an Klemme 1 (also D+), wie original bei DKW.


    Egal welche Motordrehzahl, die Prüflampe erlischt nicht. Selbst wenn ich den Regler umgehe, und die Erregung voll auf 12V lege (also Klemme 20 auf 12V Batterie) und somit der Generator vollerregt arbeiten müsste, passiert nix, die Lampe leuchtet weiter voll (Spannungsmessungen sind mit meinen Digitalmultimetern wegen der Schwankungen durch die Einwirkung der Zündung ein Ding der Unmöglichkeit, das zeigt von Null bis Unendlich nahezu alles an).

    Wenn ich bei mit erhöhter Drehzahl laufendem Motor den Pluspol der Batterie abziehe, müßte sich der Motor "am Leben" erhalten, da der Generator die Zündung mit Strom versorgen müßte. Passiert aber nicht, die Mühle geht sofort aus.

    Vermutlich sind irgendwo die Feldwicklungen defekt. Mit abgeklemmtem Vorwiderstand habe ich mehrfach gemessen einen Widerstand der Feldwicklungen von 2,7 Ohm (20 gegen Masse ohne Vorwiderstand). Das sieht ziemlich wenig aus! Ich vermute hierbei, daß einige Windungen kurzgeschlossen sind (Isolierlack verbrannt?) - zu sehen ist nix.
    Masseschluß ist nicht vorhanden, gemessen (allerdings nur mit Multimeter, nicht mit speziellem Isolationsmesser) habe ich etwa 5 Megaohm, das ist OK.

    Wie hoch muß der Widerstand (also der Durchgang) der Feldwicklungen im ordnungsgemäßen Zustand sein?


    Der Rotor scheint OK zu sein, da der Anlaßvorgang ja funktioniert.



    Ratlose Grüße,
    Oli.


    Warte, warte nur ein Weilchen
    Dann kommt Haarmann auch zu dir.

  • Alteisen

    Hat den Titel des Themas von „Dynastart (Generator) liefert keine Spannung (DKW F7 [Vorkrieg]) 12V“ zu „Dynastart (Generator) liefert keine Spannung (DKW F7 [Vorkrieg]) 12V)“ geändert.
  • Frage ?

    was macht dein zweites Kohlenpaar ? hat das noch Kontakt?



    Gruß

    Heinz

  • Hallo Heinz,

    ich gehe mal davon aus. Sie gehen alle leicht, sind aber schon deutlich runter.


    Wie kann ich das prüfen?


    MfG,

    Oli

    Warte, warte nur ein Weilchen
    Dann kommt Haarmann auch zu dir.

  • Hallo Olli,

    der Stator ist gemäß der Seite 49 des F8/P70 Reparaturhandbuch von 1955 oder auf Seite 147 des P70 Rep.-Handbuch von 1958 prüfbar. Stehen beide hier im Forum.

    Die Kohlen sollten auf minimal 12 (F8 Handbuch) und 9 (P70 Handbuch) mm Länge abgenutzt sein. Darunter wäre der Andruck an den Kollektor zu gering. Die neuen Kohlen sind 18 - 19 mm lang.

    Neue Kohlensätze für F7/F8 gibt es günstig bei Sausewind shop in Jüterbog, kannst da auch günstig 1 kg Büchsen mit original Addinol Getriebefett SGA 600 bestellen.


    Ich stehe derzeit vor Anlaßproblemen bei 6 V und mit 6 Kohlen am Stator (4 für Anlasser gemäß Bastelanleitung aus Dokumente hier im Blog). Auch damit dreht der Motor nur zu langsam durch, um zu starten. Das war auch vor der Motorüberholung so. Liegt das am Rotor?




    Grüße aus Pirna

  • Hallo Rudi,


    .......Widerstand der Feldwicklungen von 2,7 Ohm...........


    2,5 Ohm bis ca. 3 Ohm ist absolut in Ordnung. Auf jeden Fall mal die Kohlen näher anschauen.


    Rudi


    OK, vielen Dank.
    Habe letzte Woche einen Satz neue Kohlen beim Sausewind bestellt, sie kamen heute und ich werde es in den nächsten Tagen ausprobieren.
    Wenn das nix bringt, werde ich den Rotor abziehen und testen müssen.

    Viele Grüße,
    Oli

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  • Hallo Johannes,
    vielen Dank für Deine Angaben.


    Hallo Olli,

    der Stator ist gemäß der Seite 49 des F8/P70 Reparaturhandbuch von 1955 oder auf Seite 147 des P70 Rep.-Handbuch von 1958 prüfbar. Stehen beide hier im Forum.

    Die Kohlen sollten auf minimal 12 (F8 Handbuch) und 9 (P70 Handbuch) mm Länge abgenutzt sein. Darunter wäre der Andruck an den Kollektor zu gering. Die neuen Kohlen sind 18 - 19 mm lang.


    An den Rotor (und die Kohlen) werde ich mich in den nächsten Tagen mal machen. Vielleicht läßt sich einiges ja auch ohne Ausbau testen.

    Viele Grüße,
    Oli.

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  • Hallo allerseits,


    bin noch nicht wirklich dazu gekommen, die Kohlen zu tauschen. Mal sehen in den nächsten Tagen.


    Vermutlich liegt mein Problem daran, daß zumindest eine keinen gescheiten Kontakt hat. Komischerweise merkt man beim Starten aber nix - anspingen tut er. Jetzt habe ich aber entegen dem oben geschriebenem bei einem Pobelauf folgendes bemerkt:

    Motor läuft, Klemme 20 (pseudo "Df" mit originalem Widerstand aktiv) testhalber auf Batteriespannung (+12V), und zwischen 2 (also "D+") und Masse mal ein analoges Voltmeter (sinn-richtig) geklemmt. Das schlägt ins Minus aus!
    Ich habe es dann umgepolt (also plus an Masse!) und parallel als Last eine 12V/21W-Birne gehängt, der Dynastart hat drehzahlabhängig bis über -50 V raus gebracht (und mir das Lämpchen natürlich in kürzester Zeit zerstört). Also eine belastungsfähige Minus-Spannung gegen Masse. Das könnte ein Zeichen sein, daß durch ein fehlendes Kohlenpaar das Erregerfeld verschoben war.


    Jetzt so im Nachhinein fällt mir auf, daß ich mal hätte schauen sollen, in welche Drehrichtung mein Motor angesprungen ist. Denn somit könnte ja der Anlasser im Dynastart ebenfalls falschrum angelaufen sein, da ein Kohlenpaar fehlt.
    Hatte noch keine Fahrversuche unternommen und somit kam mir auch die Drehrichtung nie in den Sinn. Kann meine Denkweise zutreffen?

    Ich werde jedenfalls berichten, wenn die neuen Kohlen drin sind.

    Viele Grüße und allen einen guten Start ins hoffentlich bessere 2021,
    oli

    Warte, warte nur ein Weilchen
    Dann kommt Haarmann auch zu dir.

  • Hatte noch keine Fahrversuche unternommen und somit kam mir auch die Drehrichtung nie in den Sinn. Kann meine Denkweise zutreffen?

    Hinweis:

    Nur im Rückwärtsgang, drehen die Räder in die gleiche Richtung, wie der Motor.


    "bin noch nicht wirklich dazu gekommen, die Kohlen zu tauschen."


    Machen.

    Die Anlasserkohlen arbeiten im Hauptschluss,

    die Lichtmaschinenkohlen im Nebenschluss.

    Du kannst die Lichtmaschinenkohlen herausnehmen, der Motor springt immer noch an.



    Gruß

    Heinz

  • Hallo Heinz AUVC100 ,

    (...)

    Machen.

    (...)

    Haha, ja ... ich weiß ja.
    ;-)
    Aber nur keine Hektik. :-)


    Gutes Neues und viele Grüße,
    Oli

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