Ich trage stets es mit Humor und fahr´drum DKW stets nur....Teil 1

  • Liebe DKWfreunde und DKWfreundinnen,


    mit dem Humor ist das so eine Sache, oft ist des einen Freud des anderen Leid. Und so finden sich natürlich auch bei unseren geliebten DKWs Spottverse all derjenigen, die nicht wissen, dass Kenner DKW fahren, oder die feststellen mussten, dass ihr Automobil ein Fehlkauf war, und das Geld nun aber auf Jahre nicht mehr reicht für einen richtigen DKW. Jeder kennt die Hymne des DKWler am Berg: DKW Du kleines Wunder, fährst bergauf wie andre runter.

    Aber die Neider stehen bereit: DKW du großes Wunder, es geht bergauf und du musst runter. oder noch griesgrämiger: Deutscher Kinderwagen, bergauf schieben und bergab fahren.

    Ihnen Allen hält DKW mit verschmitztem Blick den Spiegel vor, so wie in einer kleinen Sammlung von Glasplattendias für die Schulung der Verkäufer, und der genannte Spezialist steht vergnüglich, vertrauenswürdig und gemütlich kompetent direkt daneben

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    dabei bleibt der Seitenhieb auf den Benzinermotor, der offenichtlich nur zum Schneckengang taugt nicht aus, während die behende DKWlerin ihren Gemischmotor mit Eleganz, Esprit und Temperament durch den Grosstadtdschungel pilotiert.



    Dies ist subtilster Humor vom Feinsten, bei dem es gerade nicht darum geht den Anderen ins Lächerliche zu ziehen, sondern die eigenen positiven Dinge mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Anders läßt es sich nicht erklären, wieso DWK auch die uns allen bekannten Fotos veröffentlichte bei dem eine Vielzahl gestandener Männer auf dem Dach einer Holzlimousine stehen, um die Überlegenheit der Holzkonstruktion zu demonstrieren, und im gleichen Atemzug nicht die Holzblöcke, die den Wagen von unten abstützen, zu retuschieren. So sollte es sein, Freude an sich selbst, nicht über das Mißgeschick anderer, damals war das richtig, und heute täte es uns auch wohl, vor einem vermeintlichen Scherz innezuhalten und zu fragen, ob man selbst auch Empfänger eines Solchen sein wollte.

    Schön dargestellt hat das Dr. Anton Klima. Er gehörte zum Vorbereitungskommitee des Technischen Museum für Industrie und Gewerbe in Wien, und wurde dann nach der Gründung des Museums dauerhaft als Generalsekretär dort beschäftigt. Königlich-kaiserlicher Regierungsrat war er da, im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, und offensichtlich ein Mann mit Freude am Humor, anders sind seine Veröffentlichungen zu Karikaturen nicht zu verstehen. Laut Anton Klima taucht die Karikatur dann auf, wenn das Objekt im Bewusstsein der Menschen so angekommen ist, dass es Relevanz hat und man sich damit auseinander setzen muss. Umso erstaunlicher, dass sein Band zur "Technik im Lichte der Karikatur" bereits 1913 erschien und eine Vielzahl von technischen Karikaturen enthält. (und ebenso erstaunlich, dass er 1930 weg von der Technik, hin zur Natur noch einen Band zu Tieren und Pflanzen in der Karikatur schreibt...). Ende der 20er schrieb er dann speziell einen Band "Das Auto in der Karikatur", der sehr sehenswert ist, vor allem natürlich für Freunde und Freundinnen der frühen Fahrzeuge, aber vor allem auch, weil Vieles doch visionär ist. 1985 erschien dankenswerterweise ein Nachdruck bei Th. Schäfer in Hannover.



    und bei so manchem Versuch mit dem unsynchronisierten Getriebe vom Platz zu kommen fragt man sich schon, warum das Hupfmobil eigentlich eine Karikatur sein soll....